Der belgische Dirigent David Reiland ist seit der Saison 2020/21 »Schumanngast« der Düsseldorfer Symphoniker. Bei den Sternzeichen-Konzerten am 23., 25. und 26.5. stehen allerdings ausschließlich Komponisten aus Frankreich und England auf dem Programm: Debussy, Ravel und William Walton, wobei der Brite einen Großteil seines Lebens auf der italienischen Insel Ischia verbrachte.
Was die Imagination von antiken Schäferstündchen so alles auslösen kann: Debussys »Prélude« bedeutete nichts weniger als eine stille Revolution. Für Ravel eine Erleuchtung: »Erst seit ich zum ersten Mal ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ gehört habe, wusste ich, was Musik ist«, sagte der französische Komponist einmal. In seiner Musik zu »Daphnis et Chloé« setzte er den Klang ganz anders in Szene, prächtig und ausladend. Dem späten William Walton ging es in der Splendid Isolation auf Ischia nicht mehr um Revolutionäres. Er genoss – und sehnte sich nach England.
Solist von Waltons Cellokonzert ist der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt, einer der gefragtesten und vielseitigsten Künstler unserer Zeit. Als Solist, Dirigent und künstlerischer Leiter führt er ein Repertoire auf, das von der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Musik reicht, und spielt auf historischen und modernen Instrumenten. Altstaedt erhielt 2023 den International Classical Music Award in der Kategorie »Assorted programs« für seine Aufnahme von Esa-Pekka Salonens Cellokonzert mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und Dima Slobodeniouk sowie Ravels Duo-Sonate mit Pekka Kuusisto. Für seine Einspielung mit dem Streichtrio von Sándor Veress und dem Klavierquintett von Béla Bartók erhielt er den Gramophone Chamber Award 2020. Er kuratierte die CD im Rahmen des Lockenhaus Festivals, wo er 2012 von Gidon Kremer zum künstlerischen Leiter ernannt wurde.
Altstaedt konzertierte mit Orchestern wie dem Orchester des Bayerischen Rundfunks und den Münchener Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Wiener Symphonikern oder dem Melbourne Symphony Orchestra, unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Esa-Pekka Salonen, Robin Ticciati, Thomas Hengelbrock, Thomas Dausgaard, Lahav Shani, Sir Roger Norrington, Mario Venzago oder Andrej Boreyko. Er konzertiert regelmäßig mit Ensembles der historischen Aufführungspraxis wie dem Orchestre de Champs-Elysées, Arcangelo, Il Giardino Armonico unter Philippe Herreweghe, René Jacobs, Andrea Marcon, Jonathan Cohen und Giovanni Antonini.
Sternzeichen: Daphnis et Chloé
Freitag, 23. Mai 2025, 20:00 Uhr
Sonntag, 25. Mai 2025, 11:00 Uhr
Montag, 26. Mai 2025, 20:00 Uhr
Tickets: 19 – 65 Euro, Studierende, Auszubildende und Schüler*innen 50 % Rabatt in den Preisgruppen 1 – 3, 8 Euro in den Preisgruppen 4 und 5